Fragen zum FWG 90
Sie haben Fragen zu den Leistungsmerkmalen des Systems FWG 90?
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir Ihnen nach Schlagworten in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Sollte dennoch eine Frage offen sein, kontaktieren Sie uns. Wir beantworten Ihre Fragen gerne.
Alarmtaster – Welche Alarmtastertypen unterstützt das FWG 90?
Das FWG 90 kann nur über drahtbruchüberwachte Schliesserkontake betrieben werden. Dies bedeutet, dass bei zusätzlichem Anschluss eines Schachttasterkontaktes beide Taster parallel verdrahtet werden müssen.
Mit der EN-81 konformen Kabinensprechstelle FKSP 2 ist zusätzlich an der Sprechstelle ein Dachtaster integriert.
Damit ist das FWG 90 auch heute noch voll EN-81 28 konform nachzurüsten.
Aufschaltung ohne Leitwarte – Sind Aufschaltungen auf Telefonanlagen, private Leitstellen oder Pförtnerlogen möglich?
Eine Aufschaltung auf ein normales Telefon ist möglich. Das FWG 90 benötigt dazu die Softwarevariante "Pförtner". Eine unterschiedliche Priorisierung ist nicht möglich.
Datenfernübertragung – Sind Datenfernübertragungen externer Steuerungen EN-konform auf dem gleichen Telefonanschluß zu betreiben?
Ja. Mit dem LVM 06 sind Sie in der Lage, noch bis zu acht zusätzliche Modems, voll konform mit der EN 81-28, auf der gleichen Telefonleitung zu verwalten (analoger Hauptanschluß oder analoge Nebenstelle vorausgesetzt). Für diesen Fall müssen die LVM parallel mit zwei Adern auf die Telefonleitung aufgeschaltet werden. Zudem muss die Option "anderes Notrufgerät" per DIP-Schalter gesetzt werden.
DECT
siehe Übertragungswege
Externe Lampenausgänge – wird die Anschaltung der Lampen gemäß EN 81-70 „Alarm steht an“ und „bitte Sprechen“ unterstützt?
Mit der Kabinensprechstelle FKSP2 ist es möglich, die beiden Ausgänge anzuschalten. Minimumsoftwarevoraussetzung ist die Softwareversion EN81.
Darüber hinaus signalisiert das FWG 90 den anstehenden Alarm natürlich noch hörbar durch die Beruhigungsansage und die Freischaltung der Sprechverbindung durch ein akustisches Signal.
Externe Sensorik – Haustechnik? Wie steht es damit?
Alles ist möglich. Diese Aufgabenstellungen löst das FWG 90 über verschiedene Zusatzprints. Diese Zusatzprints überwachen bis zu 8 potentialfreie Kontakte, die als Alarmlinien bei Zustandsänderung an die Leitwarte gemeldet werden.
Fernwartung – Ist das FWG 90 fernwartbar?
Nein. Alle Parameteränderungen können vor Ort durchgeführt werden. Hierzu benötigt der Servicetechniker im Feld allerdings eine Parametrierbox.
FWG – Was bedeutet die Abkürzung FWG?
In der Entstehung bedeutet FWG Fernwirkgerät, da die FWGs mit Haustechnik und Aufzugswärten deutlich über das normale Notrufsystem hinausgehen.
Die Monteure unserer Kunden machten daraus „Funktioniert wirklich gut“ und wir übernehmen diese Übersetzung gerne.
GSM
siehe Übertragungswege
Hängekabel – Ist bei der Qualität des Hängekabels etwas zu beachten?
Grundsätzlich empfehlen wir aus Kostengründen die vorhandene Verkabelung zu verwenden. Neue Hängekabel sollten in ihrer Qualität aus 3 x 2 paarig verdrillten Adern (Minimum 0,5mm2) bestehen. Eine zusätzliche Schirmung ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.
Induktionsschleifen – Werden Induktionsschleifen gem. EN 81-70 unterstützt?
Nein. Auch die neue Kabinensprechstelle FKSP 2 unterstützt nur die Piktogrammanschaltung nach EN81-28 aber nicht die Anschaltung einer Induktionsschleife gemäß EN 81-70.
ISDN, AB-Wandler
siehe Übertragungswege
Kabinenzahl – Wieviele Kabinen können gleichzeitig auf einem Telefonanschluss aufgeschaltet werden?
Grundsätzlich ist das FWG 90 für eine Singleaufschaltung konzipiert.
Über die Zusatzplatine GSZ kann die Anzahl der Kabinen auf bis zu vier je Hauptgerät erhöht werden. Ein Zusatzgerät zur Anrufverteilung, wie Dispatcher oder Telefonanlagen, ist dafür nicht nötig.
Mißbrauch - Hat das FWG 90 eine Mißbrauchserkennung?
Ja. Für die verschiedenen Möglichkeiten der Mißbrauchserkennung sind aber entweder Zusatzprints oder Module notwendig.
Die Geräte melden bei anstehendem Mißbrauch den anstehenden Alarm als missbräuchlich.
Querverbindung – Ist bei der Qualität und Beschaffenheit der Querverbindungen etwas zu beachten?
Grundsätzlich ist das FWG 90 für eine Kabine über 6 Adern angeschlossen. Mit dem Zusatzprint GSZ können bis zu vier weitere Kabinen in einer Sternverkabelung über 4 Adern angeschlossen werden. Für die Erweiterung mit dem Aufzugswärtermodul BAER werden im Maximalfall bis zu 16 weitere Adern in gleicher Qualität benötigt.
Neue Querverbindungen sollten in Ihrer Qualität aus 3 x 2 paarig verdrillten Adern (0,5mm2) bestehen. Eine zusätzliche Schirmung ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.
Stromausfall – Ist das FWG 90 für einen Stromausfall gerüstet?
Das FWG 90 hat eine integrierte, kapazitätsüberwachte Notstromversorgung. Die Notstromkapazität reicht für einen Notstrombetrieb von circa 1 1/2 Stunden aus.
Sollte der Akku sich der Kapazitätsuntergrenze nähern, bei der er gewechselt werden sollte, so wird dieses von den Geräten gemeldet.
Telefonanlagen
siehe Übertragungswege
Telekommunikationsgesetz - Ist es möglich die Aufzugskabine ohne Wissen der Fahrgäste abzuhören?
Nein. Jede Sprechverbindung, ob aus der Leitwarte oder dem Triebwerksraum, wird in der Kabine in regelmäßigen Abständen signalisiert.
Übertragungswege – auf welchen Arten von Verbindungen arbeitet das FWG 90 zuverlässig?
Das FWG 90 ist zugelassen für den Betrieb mit:
- GSM-Modulen (GSM 10, entsprechender Empfang vorausgesetzt)
- DECT
- Telefonanlagen
- ISDN Terminaladaptern
Damit arbeitet das FWG 90 mit allen gängigen Übertragungswegen.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass Zusatzmodule und Telefonanlagen, je nach Interpretation der verschiedenen ZÜS-Gesellschaften, Teil der Notrufanlage werden und die Betreiberpflichten der EN 81-28 einzuhalten sind.
Wir vertreiben entsprechend EN-konforme Geräte und beraten Sie gerne.
Zusätzliche Kabinensprechstellen – benötigt das FWG 90 externe Kabinensprechstellen?
Nein. Das System erfüllt auch ohne die Installation von zusätzlichen Sprechstellen alle Anforderungen der EN 81-28. Der Kostenvorteil für Sie liegt auf der Hand.